Artenschutz und Tierschutz

Bewahren, was uns verbindet – Natur und Tierwelt im Gleichgewicht

Verantwortung für Natur und Tiere

Olang liegt inmitten einer einzigartigen alpinen Landschaft und ist Teil des geschützten Naturraums des Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Zudem gehören bedeutende Flächen des Gemeindegebiets zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000, was den hohen ökologischen Wert der Region unterstreicht.

Die Vielfalt an Tieren, Pflanzen und sensiblen Lebensräumen macht Olang besonders schützenswert. Mit gezielten Maßnahmen, nachhaltiger Besucherlenkung und bewusster Aufklärung setzt sich die Destination aktiv für den Erhalt dieser natürlichen Vielfalt ein – damit Mensch, Tier und Natur im Einklang bleiben.

Download "The future in our hands"

Kostbare Arten, die unsere Natur so besonders machen

Die Dolomitenregion Kronplatz beherbergt eine beeindruckende Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Die folgenden Beispiele stammen aus dem Buch „The Future in Our Hands“:

Enzian

Weltweite Artenanzahl: ca. 400 Arten | Wuchshöhe: je nach Art 5 bis 60 cm, teils bis 1m | Verbreitung: Vor allem Europa, Asien und Südamerika | Blütezeit: Mai bis August, je nach Art und Standort | Verwendung (medizinisch): Bitterstoffe zur Förderung der Verdauung

Alpenrose

Wuchshöhe: meist 30 – 100 cm | Lebensdauer: über 50 Jahre | Verbreitung: Alpen, Pyrenäen, Jura | Blütezeit: je nach Höhenlage von Juni bis August | Standort: Subalpine Höhenstufe: 1.500 – 2.500 m | Regional geschützt | Toxizität: Leicht giftig – enthält Grayonotoxine

Krokus

Artenzahl: über 90 Arten | Lebensdauer: Mehrjährig – Knollen überwintern im Boden | Höhenverbreitung (Alpen): Frühlingskrokus bis ca. 2.000 m ü. NN | Wuchshöhe: Meist 5 – 15 cm | Blütezeit: Februar – April | Standort: lichte Wälder, alpine Matten

Alpen-Thymian

Artenzahl: Über 350 Arten | Lebensdauer: Mehrjährig – verholzt an der Basis, überwintert als Halbstrauch | Höhenverbreitung (Alpen): bis ca. 2.400 m ü. NN | Blütezeit: Juni – August | Regional geschützt | Verwendung: Wird traditionell als Gewürz- und Heilpflanze genutzt

Berg - Arnika

Artenzahl: Etwa 30 Arten | Lebensdauer: Mehrjährig | Höhenverbreitung (Alpen): bis ca. 2.500 m ü. NN | Blütezeit: Juni – August | Standort: Bergwiesen, alpine Matten, lichte Wälder, saure Böden | Verwendung: Eine der bekanntesten Heilpflanzen der Alpen

Baldrian

Artenzahl: Etwa 150 – 200 Arten | Lebensdauer: Mehrjährig | Höhenverbreitung (Alpen): bis ca. 2.300 m ü. NN | Wuchshöhe: Meist 30 – 100 cm | Blütezeit: Mai – August | Regional geschützt | Standort: Subalpine Höhenstufe 1.500 – 2.500 m

Auerhahn

Lebensdauer: ca. 10 – 12 Jahre | Höhenverbreitung (Alpen): Bis etwa 2.000 m ü. NN | Gewicht: Hahn: 3 – 5 kg | Henne: 1,5 – 2,5 kg | Balzzeit: April – Mai | Lebensraum: lichte Bergnadelwälder, Waldränder, alpine Mischwälder | Ernährung: Feinschmecker: Knospen, Triebe, Kräuter, Beeren | Regional gefährdet

Raufußkauz

Lebensdauer: ca. 10 Jahre | Höhenverbreitung (Alpen): Bis etwa 2.500 m ü. NN | Gewicht: 120 – 180 g | Brutzeit: April – Juni | Lebensraum: Dichte Nadelwälder, Bergwälder | Ernährung: Kleine Säugetiere, Insekten | Besonderheit: hat auffällig gefiederte Fänge („raue“ Federn), die ihn gut vor Kälte schütze

Alpendohle

Lebensdauer: ca. 10 Jahre | Höhenverbreitung (Alpen): Bis 3.000 m ü. NN | Gewicht: 130 – 160 g | Brutzeit: Mai – Juli | Lebensraum: felsige Hochgebirgsregionen, Klippen, alpine Weiden | Ernährung: Insekten, Spinnen | Besonderheit: Für ihren metallisch klingenden Ruf bekannt

Rehwild

Lebensdauer: ca. 10 – 12 Jahre | Höhenverbreitung (Alpen): bis etwa 2.000 m ü. NN | Schulterhöhe / Größe: 60 – 85 cm (Schulterhöhe) | Gewicht: 20 – 30 kg | Brunftzeit: Juli – August | Lebensraum: Waldränder, Feldgehölze, offene Landschaften mit Deckung | Ernährung: Feinschmecker: Kräuter, Knospen, Triebe, Blätter, Beeren

Rotfuchs

Lebensdauer: ca. 3 – 6 Jahre | Höhenverbreitung (Alpen): bis über 3.000 m ü. NN | Körperlänge: ca. 60 – 90 cm (+30 – 50 cm lange Rute), Schulterhöhe ca. 35 – 40 cm, Gewicht: 4,5 – 8 kg | Wurfzeit: März – April, meist 4 – 6 Welpen | Lebensraum: Extrem anpassungsfähig | Ernährung: Allesfresser: Kleinsäuger, Vögel, Insekten, Obst, Aas

Mäusebussard

Artenzahl: ca. 25 Arten | Lebensdauer: 10 – 15 Jahre | Höhenverbreitung (Alpen): Bis ca. 2.000 m ü. NN | Körpergröße: Flügelspannweite: 110 - 140 cm | Gewicht: 700 – 1.300 g | Brutzeit: März – Juni, Brutdauer ca. 35. Tage | Ernährung: Flexibler Jäger und Aasfresser

Blühende Vielfalt für mehr Biodiversität

In der Wohnzone Seefelder in Oberolang wurde gemeinsam von der Gemeinde Olang und dem Tourismusverein Olang eine neue Blumenwiese angelegt. Umgesetzt wurde das Projekt mit Unterstützung von Gemeindereferentin Elisabeth „Lilli“ Plaikner und Gemeindegärtner Sigi.

 

Die Blumenwiese schafft wertvollen Lebensraum und Nahrung für Bienen, Schmetterlinge und zahlreiche weitere Insekten. Gleichzeitig fördert sie die Artenvielfalt und bereichert das Ortsbild.

Mit dieser Initiative setzen wir ein sichtbares Zeichen für mehr Biodiversität und einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt – direkt vor unserer Haustür.

Sicher & achtsam am Berg unterwegs
Erhaltung des Dolomiten UNESCO Welterbes

Das Projekt „Achtsam am Berg“ zeigt, wie ihr die Dolomiten schützt und gleichzeitig sicher unterwegs seid. Mit diesen einfachen, aber wichtigen Regeln wird eure Wanderung garantiert zum gelungenen Erlebnis:

 

Auf den Wanderwegen:

  • Geht vorsichtig: Der Untergrund kann uneben und rutschig sein.
  • Achtet auf den Schwierigkeitsgrad der Strecke und schätzt eure Fähigkeiten realistisch ein.
  • Beachtet Zäune und Tore auf privaten oder landwirtschaftlich genutzten Grundstücken. Trefft ihr auf ein Gatter, geht hindurch und schließt es hinter euch wieder, damit Weidetiere nicht entkommen.
  • Haltet euch an die Regeln in den Naturparks – dort gelten oft strengere Vorschriften.

 

Allgemeine Sicherheit & Rücksicht:

  • Checkt vor dem Aufbruch unbedingt den Wetterbericht – das Bergwetter kann sich schnell ändern.
  • Packt euren Rucksack richtig und tragt wetterfeste, rutschsichere Schuhe.
  • Achtet auf euch und eure Grenzen, damit die Wanderung sicher bleibt.
Mit Rücksicht unterwegs – so schützt du Natur und Tiere
Verhalten in Natur & Schutzgebieten

Besucherinnen und Besucher können aktiv zum Schutz sensibler Lebensräume beitragen. Schon kleine, bewusste Verhaltensweisen machen einen großen Unterschied:

 

Respekt vor Pflanzen- & Tierwelt:

  • Pflanzen nicht pflücken und Tiere nicht stören
  • Auf brütende Vögel und Weidetiere besonders Rücksicht nehmen.
  • Bei Begegnungen mit Großraubwild: Abstand von mindestens 100 m einhalten, hektische Bewegungen vermeiden und euch langsam entfernen.
  • Stellt keine Kamerafallen auf und baut keine Hütten für die Wildtierfotografie.

 

Verantwortungsbewusst unterwegs:

Das richtige Verhalten
Wildtieren begegnen

Wildtiere sind scheu. Um für ein harmonisches Nebeneinander zu sorgen sollten die Erholungssuchenden in der Natur einige Dinge beachten:

 

  • Auf den markierten Wegen bleiben: um Wildtiere nicht zu stören
  • Müll wieder mit nach Hause nehmen: damit sich Tiere nicht verletzen
  • Tiere nicht streicheln: da sie dadurch in Gefahr geraten können
  • Ruhezeiten einhalten: besonders morgens und abends nicht stören
  • Gelege nicht stören: Nester und Eier nicht betreten oder berühren
  • Hunde anleinen: um Wildtiere zu schützen
Leitlinien Südtiroler Jagdverband
Richtig reagieren bei Wildtierfunden
Wildtier SOS

Nicht jedes scheinbar verlassene Wildtier braucht Hilfe. Besonders Jungtiere sind oft nur vorübergehend allein, während sich die Elterntiere in der Nähe befinden.

Deshalb gilt: beobachten und nicht vorschnell eingreifen. Hilfe ist notwendig, wenn ein Tier eindeutig verletzt, krank oder unmittelbar gefährdet ist.

Bei Unsicherheit eine Fachstelle kontaktieren, in dringenden Fällen 112.

Wichtige Infos & Verhaltensregeln Wildtier SOS-Broschüre
Leben unter der Wasseroberfläche
Fische und sensible Lebensräume

Bäche und Gewässer in und rund um Olang sind wertvolle Lebensräume für Fische und viele weitere Wasserbewohner. Damit diese Lebensräume erhalten bleiben, bitten wir darum, Uferbereiche zu respektieren, keinen Müll zurückzulassen und Tiere nicht zu stören.

Beim Angeln gelten die lokalen Fischereibestimmungen, Schonzeiten und Schutzmaßnahmen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Gewässern und Fischbeständen hilft dabei, die Artenvielfalt langfristig zu bewahren.

 

Mit der Südtirol Fishing App kannst du Tages und Jahres Fischwasserkarten für Südtirol schnell und einfach digital kaufen.

Südtirol Fishing App Flyer
Verhalten bei Weidevieh

Bin ich dem Weidetier zu nahe gekommen?

Weidetiere machen dir deutlich, wenn sie sich unwohl fühlen oder dich als Bedrohung sehen. Achte auf folgende Anzeichen:
 

1. Fester Blickkontakt – das Tier fixiert dich und behält dich genau im Auge.

2. Gesenkter Kopf – es bietet dir die Stirn und bereitet sich auf Angriff vor.

3. Zugehen auf dich – jetzt wird es ernst: halte Abstand und weiche langsam zurück.


Was tun, wenn ein Tier angreift?

Zeigt ein Weidetier die genannten Warnsignale, gilt es Ruhe zu bewahren und richtig zu reagieren:
 

  • Langsam zurückweichen – bleib ruhig, ohne dem Tier den Rücken zuzudrehen.
  • Hund ableinen – er kann dem Tier problemlos entkommen.
  • Notfallmaßnahme – wenn nichts hilft: laut rufen, selbstsicher auftreten oder mit einem Stock fuchteln, um das Tier abzuschrecken.
Flyer
Sicher unterwegs
Begegnung mit Wolf

Wusstest du?

Wölfe sind von Natur aus scheu und meiden Menschen.

Die meisten Begegnungen verlaufen ruhig und ohne Gefahr.

Angriffe auf Menschen sind extrem selten.

 

So gehst du am besten vor:

  • Bleib ruhig und mach dich bemerkbar.
  • Halte Abstand und füttere die Tiere nicht.
  • Vermeide direkten Blickkontakt – das kann als Bedrohung wirken.
  • Laufe nicht weg und wende dem Wolf nicht den Rücken zu.
  • Gehe langsam rückwärts, um den Abstand zu vergrößern.

 

Mit Hund unterwegs?

  • Nimm deinen Hund unbedingt an die Leine.

 

Beobachtungen melden:

  • Sichtungen oder Spuren von Wölfen bitte an 112 melden.

 

In unserer Region gibt es vereinzelt Nachweise von Wölfen. Für Wandernde besteht dadurch in der Regel jedoch kein erhöhtes Risiko. Bären werden derzeit in unserem Gebiet nicht nachgewiesen, weshalb keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen notwendig sind.

Flyer Info AVS
Aufforstungsprojekt
Mein Baum, unser Wald

Mit unserem Projekt „Mein Baum, unser Wald“ haben wir in der Kinderwelt Olang neue Bäume gepflanzt, um die heimischen Wälder zu stärken.

Gemeinsam mit der Fraktionsverwaltung Oberolang, der Forstbehörde und der Olanger Garten-Baumschule Obojes setzen wir auf nachhaltige Aufforstung. So entsteht ein artenreicher Wald, der Lebensraum für Tiere und Pflanzen bietet, das Klima unterstützt und Kinder die Möglichkeit gibt, über Patenschaften aktiv die Natur zu erleben und zu schätzen.

Gesetzliche Grundlagen

Die Maßnahmen zum Schutz von Natur, Wildtieren und Lebensräumen in der Destination Olang stützen sich auf die geltenden Bestimmungen des Landes Südtirol:

 

  • Landesgesetz vom 12. Mai 2010, Nr. 6 – Naturschutzgesetz und andere Bestimmungen
    Regelt den Schutz wild lebender Tiere, wild wachsender Pflanzen und ihrer Lebensräume (insbesondere Art. 3–5, 9 und 14).
  • Landesgesetz vom 17. Juli 1987, Nr. 14 – Bestimmungen über die Wildhege und die Jagdausübung
    Enthält die Grundsätze der Wildhege, den Schutz von Wildbeständen und die Regelungen zu Schonzeiten und Wildschutzgebieten (insbesondere Art. 1–3 und 4–9).

 

Diese gesetzlichen Rahmenbedingungen bilden die Basis für sämtliche lokalen Initiativen und Kommunikationsmaßnahmen rund um das Thema Artenschutz & Tierschutz in Olang.

Landesgesetz vom 12.05.2010 Landesgesetz vom 17.07.1987