Meatery Olang

Traditionelle Handwerkskunst mit der Moderne verbinden

Thomas Mair

Wenn Thomas „Tom“ Mair über Fleisch spricht, sprüht die Passion förmlich aus ihm heraus. Hier ist ein Kenner am Werk, das ist augenscheinlich, ein „junger Wilder“, einer der Lust hat, dem herkömmlichen, ein wenig verstaubten Metzgerei-Image seinen eigenen Stempel aufzudrücken und neue Wege zu beschreiten. Innovation gepaart mit Design und einem coolen Marketing trifft bei der Meatery auf das, worum es trotz allem in erster Linie geht: Regionales Qualitätsfleisch und ein perfekter Service.

Von vornherein war es Tom also wichtig, das traditionelle, doch eher rüde Bild des Metzgers in ein anderes Licht zu rücken, zumal das Thema „Fleisch“ heutzutage ein sensibles und nicht ganz unumstrittenes ist. Tom hat mit der Meatery eine klare und simple Meinung dazu:  Weniger ist mehr, nicht zu oft Fleisch essen, dafür aber Hochwertiges genießen! Vor allem für die jüngeren Generationen werden Themen wie Nachhaltigkeit, Umwelt, bewusster Konsum immer wichtiger. Das ist genau die Kerbe, in die Tom mit seiner Metzgerei schlägt, wobei er damit im Grunde lediglich die Philosophie seiner Eltern weiterführt: Regionalität, war und ist, das zentrale Element.

Tom scheut den Begriff „Fleischhändler“ und zieht eine klare Trennlinie zum Metzger, der mit den Bauern zusammenarbeitet. Er legt Wert darauf, seine Lieferanten persönlich zu kennen, es sind Bauern aus der, wenn nicht unmittelbaren, so doch näheren Umgebung, die Anzahl ist überschaubar, es besteht ein Vertrauensverhältnis, man kennt und schätzt sich. „From farm to table“ lautet das Schlagwort. Es ist Tom ein Herzensanliegen, das Vieh als ein Ganzes, als etwas Wertvolles von Kopf bis Fuß zu betrachten. Die Herkunft der Tiere zu kennen ist ihm wichtig, gleichwohl wie Einfluss nehmen zu können auf die gesamte Wertschöpfungskette, will heißen von der Auswahl der Rasse bis zur Fütterung usw. Auch deshalb arbeitet die Meatery seit Jahren bereits mit dem Qualitätszeichen Südtirol. Das bedeutet, dass jedes einzelne Tiere rückverfolgbar ist, jedes besitzt einen eigenen Ausweis mit seinen Erkennungsdaten, die Rasse, das Geburtsdatum, der Name. Und Tom legt auch Wert darauf, seine Bauern adäquat zu bezahlen. Der Kreislauf muss stimmen, denn die Leidtragenden wären schlussendlich die Tiere.